Fründliche Scherereien


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Welche Farbe bekommen Schlümpfe, wenn man sie würgt?

Eine groteske Frage…spontan würde ich antworten: rot. Aber warum? Keine Ahnung! Allerdings ist es schon interessant, welche Farben man mit welcher Gemütsverfassung in Verbindung bringt. All dies kann man am besten aus Comics lernen. Den vor Wut rot angelaufenen Cäsar zum Beispiel lieben unsere Kinder sehr. Sie vertiefen sich zurzeit jeden Abend in die alten Comics meines Mannes, wo die berühmten Gallier pro Abenteuer mind. 20 Römer verhauen. Also: was lernen wir daraus: Rot = Wut. Grün anlaufen tun die meisten Helden bei bestehender Übelkeit. Gelb bei Neid und Eifersucht. Schwarz kann man sich auch übrigens ärgern. Rosa bei Schüchternheit. Jetzt fehlt in der Aufzählung noch blau bei akutem Luftmangel. Tja und damit haben die Schlümpfe jetzt nach meinen Beobachtungen einfach kein Problem…

Wenn ich die im Fernsehen so quasseln höre, dann gewinne ich den Eindruck, dass die gar keine Luft brauchen. Die atmen einfach nicht. Sie sabbeln und sabbeln soviel ohne Luft zu holen, dass sie von Natur aus schon blau angelaufen sind. Selbst wenn man sie erwürgen wollte,  man hätte keine Chance: sie würden einfach weiterreden.

Überhaupt jebbeln Trickfilmhelden unter acht Jahren unglaublich viel. Wer sich mit seinen Kindern zusammen das Fernsehprogramm für die entsprechenden Altersgruppen ansieht, der muss sich ein dickes Fell zulegen. Sowohl Sprachstil, als auch Wortmenge und Tonhöhe besonders beim Lachen der weiblichen Hauptfiguren erfordern ein hohes Maß an Stressresistenz als auch viel Liebe zu den Kindern, die wie unter Hypnose auf den Fernseher starren. Später im Anschluss an die Folge kann man mindestens drei Stunden kein vernünftiges Wort mehr mit ihnen reden, da sie völlig paralysiert noch wie Biene Willi durch die Gegend knarzen oder als Mia und Mo durch Centopia fliegen und Wasser aus Armbändern auf Munkulusse schießen. Die Tonhöhe der Protagonisten erreicht man als Erwachsener eigentlich nur noch durch das Einatmen von Helium.

Wer sich noch an die Augsburger Puppenkiste erinnert, der weiß, dass auch unsere Generation schon nach dem Sehen von „Urmel aus dem Eis“ den typischen Pinguin-Sprachfehler von der „Mupfel“ entwickelte. Und obwohl ich dies wusste, habe ich aus reiner Nostalgie unsere Kinder ebenfalls diese Geschichte sehen lassen und selbstverständlich die Quittung erhalten. Reine Freude herrschte von nun an bei den Mahlzeiten, wo „Pfinken“ und „Fleipfwurst“ auf den „Tipf“ kamen. Ganz ehrlich, wenn ich dieses Buch vorlesen müsste, dann wäre ich ganz bestimmt hinterher blau angelaufen. Da könnten auch die Schlümpfe nix mehr retten.

 

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