Fründliche Scherereien

Zelten an der Nordsee

4 Kommentare

Die liebe Eva hat mit ihrem letzten Beitrag über’s wilde Zelten in Norwegen bei mir verschiedene Gedanken ausgelöst. Über’s Zelten im Allgemeinen und im Besonderen über die Romantik, die man damit verbindet. Ich selbst habe eigentlich immer ziemlich unromantische Gefühle damit verbunden und so ist mir folgendes Gedicht in die Finger geflossen, dass ich Euch zum Sonntag noch aufschreiben möchte. Viel Spaß damit!

 

Wie ist es heute doch schön

mit Zelten im Garten so bequem.

Man wirft sein Pop-up-Zelt ins Gras

und schon hat man Spaß.

 

Das Zelten war vordem

nicht immer so angenehm.

Das Material war schwer und fest

und gebaut war’s auch nicht schnell, das Nest.

 

Lasst uns in die Vergangenheit schauen

Wie man früher begann ein Zelt zu bauen

Aus schwerem Zelttuch ist das Haus

und meistens sieht’s  braun/orange oder dunkelblau aus.

 

Mit vielen Stangen zu hantieren…

Da kann Vatti schon mal die Geduld verlieren

Die Mutti steht mit Plan daneben.

Die Kinder helfen die Plane heben.

 

Die Stangen sind sortiert, die Schnüre abgewickelt,

der Boden bereitet und die Heringe in den Boden gefrickelt.

Vatti versucht von innen das Zelt zu bauen,

während die Kinder sich mit der Luftpumpe hauen.

 

Dann werden noch schnell die Mittelstangen gerichtet

und auch schon die ersten Wolken gesichtet

Vatti versucht die Heringe einzuschlagen

da kommen die ersten Wetterplagen

 

Die Sonne verschwindet just in dem Moment

in dem Mutti meint, wie sehr ihr Sonnenbrand brennt

Der Wunsch nach Abkühlung wird schnell erfüllt,

weil aus den aufsteigenden Wolken schon der erste Regen quillt.

 

Im Tosen von Regen, Wind und Hagel

hält Vatti bereit Hammer und Nagel

Mutti und Kinder verschwinden im Zelt

während Vatti noch mit dem Hammer die Stellung hält

 

„Geht’s“ ruft die Bande von drinnen

Vattis Stimme scheint im Regenfluß nur noch zu wimmern

Schon fließen die ersten Bäche durch das Vorderzelt

weil Mutti vergessen hat, dass der Eingang noch nicht hält.

 

Das Vordach beginnt bereits zu flattern,

im Wind fangen die Schnüre an zu knattern.

und die ersten Wassermassen

beginnen den Campingplatz zu erfassen

 

Vatti hält sich noch am Vorzelt fest.

Da gibt der Sturm dem Werk den Rest.

In einer Pfütze aus Matsch und Gras

werden Mutti und Vatti und Kinder patschnass.

Die Luftmatratzen schwimmen im Entwässerungsbach.

Die Möwen halten die Butterkekse in Schach.

 

Doch ist HIlfe in der Not nicht weit

Der ganze Campingplatz steht bereit

Willi aus Bottrop weiß am besten wie’s geht.

Und wenn am Ende alles steht

und über’m Grill die Bratwurst dreht

dann hat man die Beschwernis vergessen

und nun wird erst einmal mit allen gegessen.

Ein Hoch auf den Urlaub mit Mann und Maus

und nun ist die Geschichte vom Zelten aus.

(Tanja Fründ)
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4 Kommentare zu “Zelten an der Nordsee

  1. Liebe Tanja,
    ich musste herzlich lachen!!! Herrlich!!! Ich wurde an unsere Zelturlaube während unseres Studiums erinnert. Sie sind zwar nicht so schlimm verlaufen sind, wie in Deinem schönen Gedicht, aber ein paar Pannen gab es auch. Übrigens ein Vordach hatten wir nicht und auch nur ein kleines Zweimannzelt. Damals war es okay und wir denken auch gerne daran zurück, doch Zelten ist schon sehr, sehr lange nicht mehr unser Ding. Wir ziehen dann doch die Bequemlichkeit eines vernünftigen Bettes vor.
    Sei herzlich gegrüßt zur späten Sonntagabendstund
    Astrid

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  2. Liebe Tanja, vor zwei Wochen haben wir auch wieder einmal unser Zelt hier in Norwegen benutzt. Mein Mann baute es recht spät auf,wurde schon fast dunkel,aber er konnte es noch gut. Und dann lagen wir gemütlich drin und lauschten den Geräuschen der Natur. Später regnete es,horte sich auch gut an.
    Dein Gedicht hat mir gefallen. Liebe Grüße Eva

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    • Zelten mit einem dichten, warmen Zelt im Sommer, das sich leicht aufbauen lässt, kann ich mir auch schon mal vorstellen. Aber ich weiß nicht, ob ich so der Zelturlauber wäre. Ich war vom Zelten kuriert, nachdem ich mit meinen Freundinnen mit vierzehn im Garten gezeltet habe, ein Gewitter kam und das ganze Zelt nass war. 😉 LG Tanja

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