Fründliche Scherereien

Technik, die begeistert

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Unsere Kinder können prima mit dem Tablet umgehen. Das war schon im Alter von zwei Jahren überhaupt kein Problem. Schieben und tippen, was die kleinen Finger hergeben. Klasse! Wir hatten Glück, wenn wir noch selbst das Gerät nutzen durften. (Das wird auch mit zunehmendem Alter nicht besser.) Trotzdem kommen wir immer noch mit einem kleinen Android für drei Personen über die Runden. Die Kinder lernen, sich das Ding zu teilen und noch ist Mama der Chef über’s Gerät. By the way: Ist ja auch meins!

Lange Zeit hielten noch die von uns Eltern ausgewählten Spiele vor. Wieder und wieder ertönte Mitmachmusik von Kniffel, den Angry Birds, bei denen selbst ich schon am ersten Pling hören konnte, welches Spiel gerade en-Vogue war. Wimmelbücher und interaktive Geschichten in ruhiger Art vorgelesen und animiert rundeten das Angebot pädagogisch sinnvoll ab.

Nun haben Tiere Einzug gehalten, die im Spielablauf auf Sprache reagieren. Wir nennen seit dem Wochenende also einen kleinen Kater unser eigen, d. h. kindereigen, der auf niedlichste Weise den Kopf schüttelt oder nickt, der morgens geweckt werden will, indem man das Licht anmacht und dem man echte gesprochene Fragen stellen kann. Einfache Sätze wie „Hast Du Hunger?“ „Willst Du schlafen?“ „Willst du spielen?“: No Problem! Schwieriger wird es bei aufwendigeren Fragen. Vorhin hörte ich Kind 2 lauthals brüllen: „Willst du fernsehen?“ Der Kater hatte das wohl nicht verstanden.

Fünf Minuten später vernahm ich ein ungeduldiges: „Du hast doch gesagt, Du willst was essen… Wieso tust Du es dann nicht?“ Es gipfelte in folgendem Dialog. „Willst du mit deinen Freunden spielen?“ Vermutlich schüttelte der Kater den Kopf. Kind konnte es nicht glauben. „Warum nicht? Hast Du keine Freunde?“ Aus der weiteren Gesprächsführung entnahm ich, dass dem wohl so ist, denn es folgte ein entsetzter Ausruf: „Wieso hast du keine Freunde?!!!“ Das war für mein Kind ein offensichtlich unfassbarer Zustand.

Gerade eben die nächste Katastrophe. Tom, so heißt das Katerchen, hatte sich überfressen, demzufolge schlechte Laune und wurde erstmal ins Bett gesteckt. Lange Schlafenszeiten sind dem kranken Tier nicht vergönnt, nach dreißig Sekunden wurde die Nacht durch den kindlichen Tierpfleger per Fingertipp beendet. Armer Tom, soviel unterscheidet einen Kater gar nicht von mir als Mama. Ist halt alles wie im richtigen Leben auf so’nem Ipad.

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