Fründliche Scherereien

Ich frag Dich was…

Ein Kommentar

Es gibt so Fragen, auf die bekommt man keine ehrliche Antwort. Das ist nichts Neues. Für jemanden der Kinder hat genausowenig wie für jemanden, der keine Kinder hat.

Wenn! man Kinder hat, dann ändert sich der Horizont in Bezug auf Frage und Antwort allerdings beträchtlich. Niemand hat so viele Möglichkeiten, auf Fragen kreativ zu antworten, wie Kinder. Und niemand hat so grenzenlose Fähigkeiten, einen mit der nächsten Frage auf die Palme zu bringen wie eben diese. Eine einfache Frage beim abendlichen Zubettgehen lautet: „Wie weit bist Du im Badezimmer?“ Der jeweils zuständige Elternteil erhofft sich natürlich die einfachste und zufriedenstellenste Antwort: „Fertig!“

Sollte diese Antwort tatsächlich kommen: Obacht! So eine Antwort schließt folgende tatsächliche Möglichkeiten ein:

1. Das Kind ist fertig, aber nicht mit Schlafanzuganziehen, Zähne putzen und/oder Gesicht, Hände und Füße waschen, sondern mit dem Bau einer großen Klopapierrollenstapelmaschine.

2. Das Kind ist fertig mit Händewaschen unter Einbeziehung des restlichen Badezimmers

3. Das Kind versucht Zeit zu schinden in der Hoffnung, der Erwachsene würde sich damit zufriedengeben und noch ein paar Minuten länger seine eigenen Dinge erledigen, in der Gewissheit, dass das Kind ja schon im Bett läge.

4. Das Kind ist wirklich mit allem fertig, liegt geschniegelt und gestriegelt nach Seife und Zahnpasta duftend auf der Matratze und hat sich ebenfalls schon selbst die Geschichte vorgelesen und das Licht ausgemacht. (0,01 % aller Fälle.)

In der Regel kommt auf so eine Frage gar keine Antwort. Denn in der Regel hören Kinder nur das, was durch ihre äußere Abschirmung durchgelassen wird. Und die steht nun mal nicht auf Waschen und Zähneputzen.

Liegt das Kind dann wirklich im Bett, vertauschen sich die Rollen. Nun sind Mama oder Papa die Antwortgeber auf so wichtige Fragen wie: „Warum stinkt Pipi eigentlich?“ „Mama, wenn zwei Frauen heiraten, geht das eigentlich?“ „Mama, auf der Erde haben wir ja die Schwerkraft, ist das auf dem Mond dann die Leichtkraft?“ „Was heißt Möwenkacke auf Englisch?“

Glaubt noch einer an den Klapperstorch? Glauben Sie mir, egal was Sie glauben, Sie erklären es auf jeden Fall zwischen 19.00 und 21.00 Uhr abends am Kinderbett. Fertig!

 

Advertisements

Ein Kommentar zu “Ich frag Dich was…

  1. Herrrrlich! Das ist mit alles soooo bekannt – von meiner eigenen Tochter und jetzt von den beiden Enkelinnen, die mit uns im Haus wohnen. Gerade gestern Abend war ich bei meiner Tochter, als die Kinder bereits im Bett lagen – Waschen und Vorlesen waren erledigt. Und dann ging es los. Besonders bei der Kleineren. Trippelschritte auf dem Flur. „Ich muss nochmal zur Toilette!“ (von der sie ja gerade erst kam). Sekunden später war sie auf dem Rückweg. Frage von Mama: „Hast du dir die Hände gewaschen?“ ‚“Nein!“ (Wieder zurück und ein paar Sekunden heraus geschlagen.) Zwei Minuten später. „Ich habe noch Durst!“. Antwort: „Dann musst du etwas trinken.“ Trippelschritte im Flur, um ins Bad zu kommen und dort Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken. (Flasche am Bett gibt es nicht mehr, weil sie sonst vor dem Schlafen vollständig ausgetrunken wird, weshalb man dann in der Nacht aufstehen muss.). „Mama, jetzt ist mein Ärmel nass.“ Ich bin dann lachend zurück in meine Wohnung. Ende – offen …. LG und Danke für diese amüsante Geschichte! Martina

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s