Fründliche Scherereien


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Gefunden – an der Nordsee (2)

Inspiration

Inspiration zu finden ist manchmal gar nicht so einfach. Es gibt Tage, da inspiriert mich der Alltag zu mancherlei Gedanken. Oft ist er aber herzerweichend normal und eintönig, oder ich habe grauenhaft geschlafen und nix ist mit Inspiration. Wo soll die auch herkommen zwischen Wäschebergen, Terminen, Beruf, Krankheiten und sonstigen Anforderungen? Da will mir kein Wort, kein Bild, keine Zeile einfallen, um zu beschreiben, was das Leben an sich und das Leben in einer Familie lebenswert und liebenswert macht.

Auch die ersten Tage an der See verbrachten wir in einem komischen Trott. Nicht mehr ganz zu Hause, aber auch noch nicht im Urlaub, schlingerten wir zwischen Meer und Eisdiele hin und her und suchten Erholung. Doch die wollte sich so flugs nicht einstellen. Das Wetter, so wechselhaft es war, machte uns das Ankommen erstaunlicherweise leichter. Das war etwas Vertrautes. Niesel und Wind waren wir ja von zu Hause bereits gewöhnt. Die Temperaturen stiegen im Laufe des Urlaubs genauso wie unsere Entspannung und unsere Freude. Wir fanden nach und nach zu einem Urlaubsrhythmus und der Alltag verblasste. Ein genussvolles „So What“ bestimmte von nun an unseren Tagesablauf. Und so kam auch die Inspiration zurück, und ich traute mich, mal wieder zu Pinsel und Farben zu greifen. Eigentlich halte ich mich nicht für malbegabt. Erst mit den Jahren wurde mir klar, dass es den guten oder schlechten Maler gar nicht gibt. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass das Bild mich glücklich macht oder zumindest etwas in mir auslöst, das mich geistig weiterbringt. Das kann ein hingeworfenes Kritzelbild genauso leisten wie ein kunstvolles Deckengemälde. Ich denke, wenn ein Pinselstrich oder ein Farbtupfer etwas in seinem Betrachter auslöst, hat der Maler sein Werk vollbracht.

Nicht jeder kann ein Michelangelo sein, aber jeder kann malen. Ich habe mich vor einigen Jahren mal an eine Leinwand gewagt und aus dem Handgelenk eines meiner Lieblingsmotive gemalt.

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Es ist keine große Kunst. Aber es ist definitiv gemalt😉 und es erinnert mich immer an einen wunderschönen Urlaub an der Nordsee. Also: Werk vollbracht!

Zu diesem Thema habe ich von meinem Mann kürzlich ein tolles Video bei youtube zugemailt bekommen. Ich möchte es Euch sehr ans Herz legen, auch wenn es ein bißchen länger dauert und auf englisch ist. Es ist witzig, macht erfreulich nachdenklich und räumt mit dem Vorurteil auf, das manche Menschen mit sich herumtragen in Bezug auf ihre eigenen Malkünste. Viel Spaß damit!

 


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Gefunden – an der Nordsee (1)

Wer ins Watt geht, der findet auch etwas. Jenseits von Schlick und Wattwürmern gibt es so manches zu entdecken. Ich bin dort gerne mit der Kamera unterwegs und habe schon viele schöne Aufnahmen machen können. Mit einem sogenannten Makro-Objektiv braucht man Zeit und Muße, dazu eine ruhige Hand oder am besten ein Stativ. Aber dann kann man sehr nah an Dinge  herangehen und Details festhalten. Was mich immer wieder fasziniert, ist die Vollkommenheit, die filigrane und detailreiche Vielfalt der Schöpfung, an der ich Euch ein wenig teilhaben lassen möchte.

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Dies ist eine Miesmuschel mit Seepocken. Das klingt ein bißchen gruselig, aber eigentlich ist eine eine wunderbare Verbindung in der Natur. Bei den Seepocken handelt es sich nämlich nicht um eine Krankheit, die die Muschel befallen hat, sondern um Krebse. Genauer gesagt um Rankenfüßer, die zur Gruppe der Krebse gehören. Es sind sesshafte Tiere, d.h. einmal beispielsweise auf einer Muschel angesiedelt, können sie nicht mehr verlassen. Eine spezielle Art von Kleber sorgt dafür, dass sie sich auch im ständig wechselnden Gezeitenstrom und in großer Brandung nicht von ihrem „Tier“ lösen. Der Muschel geschieht dabei nichts. Es handelt sich nicht um Parasiten. Und so kann man am Nordseestrand eine Menge dieser bizarren Muschelanhängsel finden.

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Gelesen – an der Nordsee

Das kleine beschauliche Dörfchen Horumersiel im Wangerland ist vielleicht nicht der Nabel der Welt aber eine kleine schmucke Perle am ostfriesischen Nordseestrand, nicht nur weil es einige recht gute Lokale dort gibt und die weltbeste Eisdiele😉 , sondern vor allem eine sehr gut und liebevoll geführte Buchhandlung „Die Bücherinsel“.

Wenn wir im Urlaub sind, habe ich es noch nie geschafft, dort ohne ein Buch aus dem Geschäft zu gehen. Dabei ist es eher ein Bücherlädchen denn ein Laden. Ein kleiner Tisch mit fein ausgesuchten Titeln für jeden Geschmack und jedes Genre, dazu auf einem engen Regal am Fenster allerlei Schmökernswertes aus Ostfriesland, liebevolle originelle Postkarten und vor allem ein interessantes Kinderregal mit feinen Alternativen, die man in einer der Riesen unter den Buchhandelsketten eher gar nicht in die Finger bekommt. Vielleicht ist gerade die fehlende Menge imd dafür die sorgsame  qualitativ hochwertige Auswahl an Büchern das Angenehme in der Bücherinsel. So bleibt der Blick haften auf Werken, die ansonsten dem Urlaubsleser eher nicht so ins Auge fallen würden.

So ging es mir mit dem Buch von Janos Szekely Titel „Verlockung“. Zunächst erstmal habe ich eine große Liebe für ein schönes Outfit. Nun handelt es sich lediglich um ein Taschenbuch  (erschienen im Diogenes Verlag), das auf den ersten Blick gar nicht so dick aussieht. Es entpuppt sich beim Aufblättern allerdings als 992 Seiten starkes Buch, das seine kleine Form nur deshalb wahren kann, weil es auf dünnem Papier gedruckt ist. Dies hatte ich von diesem Taschenbuch nun wahrlich nicht erwartet. Sein Gewicht in der Hand überrascht. Es ist eine Freude, die glatten eleganten Seiten umzublättern. Und ebenso gewichtig wie sein Äußeres und dabei ungemein fesselnd ist auch die Geschichte, die es in sich trägt.

Szekely nimmt uns mit auf eine Reise nach Ungarn in die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, wo er uns teilhaben lässt am Leben von Bela, der in der Ich-Form erzählt.

Bela wird als uneheliches Kind geboren und wächst bei einer alten grausamen Frau auf, die Kinder von „gefallenen“ Mädchen bei sich aufnimmt und sich diesen Dienst teuer bezahlen lässt. Je nach Geldeingang werden die Kinder mehr oder weniger schlecht behandelt. Bela durchschaut schon bald, dass niemand ihm hilft und er ganz auf sich allein angewiesen ist. Er vertraut niemanden und nur selten gelingt es Menschen, an sein Herz zu kommen und ihn dazu zu ermuntern, etwas aus seinem Leben zu machen.

Es wird dennoch im Verlauf seines Lebens und der Geschichte immer wieder Menschen geben, die zu Schlüsselfiguren werden und ihn weiterbringen. Doch auf dem Weg nach oben geht es für ihn den sprichwörtlichen Schritt vor und zwei wieder zurück. Die Klassengesellschaft lässt ein Ausbrechen aus den vorgesehenen Schubladen nicht zu.

Dazu rumort es im Land. Die Unterschicht beginnt sich zu wehren, Gedanken von Marx und Lenin kommen auf, werden aber grausamst verfogt und am Horizont wirft auch schon Hitlers Vormarsch seine Schatten voraus.

In diesem Durcheinander kämpfen die einfachen Leute ums Überleben. Persönliche Wünsche und Träume müssen nicht nur hinten anstehen, sondern werden ganz realistisch nie zu erreichen sein. Und doch träumen sie – die Menschen, die in schäbigen Hochhäusern ihre eigenen Betten vermieten und auf dem Boden schlafen, um noch etwas dazu zu verdienen. Auch Bela erlebt große Überraschungen und tiefe Enttäuschungen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird zum Dauerthema für ihn.

Er entrinnt der grauenhaften Kindheit und geht zu seiner Mutter nach Budapest, wo er eine Stelle als Liftboy in einem Hotel bekommt. Er arbeitet nun dort, wo Adel und Prominenz ein- und ausgehen, macht  Bekanntschaften unter der Oberschicht, die er zu nutzen versucht, gerät dabei an die geheimnisvolle und schöne Gattin einer Excellenz und glaubt, das große Los gezogen zu haben.

Der Roman hat mich zutiefst gerührt, denn das Leben, das Bela führt, wird mit einfachen aber lebendigen Worten geschildert, entbehrt dabei nicht Witz und Situationskomik.  Man folgt seinen Schritten mal atemlos, glücklich hoffend, manchmal auch kopfschüttelnd und hilflos. Es ist unglaublich leicht zu lesen, hat überhaupt keinen Pathos und – der Urlaubsleser sei gewarnt – auch kein hochauflösendes Happy-End. Es endet aber auch nicht komplett hoffnungslos, so viel will ich an dieser Stelle verraten.😉

Man sagt, Janos Szekely habe der Figur des Bela autobiografische Züge gegeben. Immerhin hat es mich so fasziniert, dass ich nach dem Ende der Geschichte noch ein bißchen zu dem Autor selbst gelesen habe und mich ein wenig mit der Geschichte Ungarns befassen will.

Interessant ist noch, dass die Geschichte von Bela schon sehr alt ist. Die Erstveröffentlichung war 1946 in Amerika, danach in verschiedenen europäischen Ländern unter anderem 1959 in Deutschland und wurde in der jetzigen Ausgabe noch einmal den heutigen Maßstäben entsprechend angepasst.

 

 

 

 

 

 


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Urlaub an der Nordsee

Jetzt sind wir nach zwei Wochen Nordseeurlaub wieder zu Hause gestrandet. So fühlten wir uns nämlich. Nach Wind, Weite und Sonne und Salz in der Luft warf uns das Meer zurück in den noch nicht wieder vertrauten Alltag. Leider kam es nicht mit uns, sondern blieb einfach in Ostfriesland liegen (das doofe Meer😉 . Was will es dort bloß, wo wir es doch hier so dringend gebrauchen? Aber so ist das mit dem Berg, der einfach nicht zum Propheten kommen will. Immer muss der Prophet zum Berg. Ihr merkt schon, ich habe den Nordseeurlaubs-Blues. Unser großes Kind fasste es noch 5 Minuten vor der Abfahrt zusammen: “ Ich freu mich ja auf Zuhause, aber das Meer möchte ich doch am liebsten mitnehmen.“

Wir waren schon an mehreren Meeren.In jüngeren Jahren zog es uns ans Mittelmeer und an den Atlantik,  gern auch an die Ostsee aber immer wieder an die Nordsee. Was für eine Anziehungskraft übt dieses sogreiche und braune Gewässer mit viel nassem Grün an der Küste eigentlich aus?

Sein Salz brennt in den Augen und gefühlt ist es die meiste Zeit weg. 14 Tage Dauerregen können Urlauberfamilien in den Wahnsinn treiben. Der Schlick soll gesund sein, obwohl er nicht so aussieht. In der schwarz-braunen Pampe treiben Krebse, Quallen, Wattwürmer und Muscheln ihr Unwesen und so mancher Gummistiefel hat in ihm auch schon das Zeitliche gesegnet. Oder ist bei entsprechender Strömung gleich nach Helgoland geschwommen.

Die Bewohner der Küstenlandschaft gelten als wortkarg, der gemeine Friese hat ein wettergegerbtes Gesicht, trägt ein Fischerhemd mit Streifenmuster und raucht Pfeife, während er seinen Enkeln Spukereien und Lügengedöns erzählt. Er  trinkt mit großen Händen Tee aus viel zu kleinen Tassen und um sein Haus und diverse Pommesbuden lauern und kreischen Möwen, dass es einem die Ohren wegfetzt.

Will man dort Fahrrad fahren am Deich, befindet man sich regelmäßig in guter Gesellschaft mit Deichschafen und ihren Hinterlassenschaften. Sie nötigen einen förmlich dazu, das Fahrrad über dem Kopf durch die Knödel zu tragen, damit sie einem nicht beim Fahren an die Beine fliegen.Der Wind weht immer aus der Gegenrichtung. Rückenwind hat man dort nie. Und Wettervorhersagen kann man an den Küsten auch nicht trauen. Und habt ihr schon mal am Strand ein Baby gewickelt? Oder ein noch nicht gewickeltes Baby mit voller Windel aus dem Schlick geholt, während es sich wehrt und euch mit der Schaufel auf den Kopf haut?

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Jedes Jahr fahren wir wieder dorthin. Und wenn wir könnten, wären wir jedes Wochenende dort, wo der Wind die Lungen und die Seele freimacht, wo Wellen und Wolkenspiele dem Meer jeden Tag und jede Stunde ein neues Gesicht geben, wo die Gischt einem an die Wangen fegt, die Haare zerwuschelt und man mit den Möwen bis zum Horizont gleiten möchte.Dort, wo die Heckenrosen duften und der Sand einem wie Puder durch die Finger rinnt. Dort, wo ein Kind mit strahlenden Augen seinen Käscher hochhält, in dem es bestimmt die größte Qualle der Welt gefangen hat und sich dann in ein großes Badehandtuch gewickelt auf meinem Schoß Geschichten vorlesen lässt. Dort wo die Abendsonne das Watt in einen Traum von orange bis lila-rosa färbt, dort wo der Wind über dem Strand bizarre Muster formt und Ebbe und  Flut in stetigem Wechsel Sinnbild für das Auf und Ab im Leben werden. Dort wollen, dort müssen wir jedes Jahr wieder hin.

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Was im Leben stark macht

12Dezember

Das ist das Tolle an Kindern und zugleich auch die Verantwortung,

die man für sie hat:

Sie sind wie ein herrliches ungefülltes Gefäß, in das man

ganz viele Dinge hineingießen kann.

Erst mit der Zeit wird daraus eine Sammlung

bewerteter Erfahrungen,

die leider nicht immer nur positiv sind.

Also haben wir die Verantwortung möglichst viele gute

von Liebe geprägte Erinnerungen zu hinterlassen,

damit ein starkes Fundament gegossen wird

und die negativen Erlebnisse gut abgefedert werden.

(c) Tanja Fründ


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Unkraut jäten – alles ist relativ

Unkraut jäten hielt ich bisher für ein sinnbefreite Beschäftigung. Auf die Frage von Kind2, warum Unkraut denn überhaupt erfunden wurde, wusste ich auch keine befriedigende Antwort. Nun will man den Nachwuchs ja zu einem wertschätzenden Umgang mit der Natur erziehen. Also erkläre ich, dass vieles Unkraut durchaus seine Berechtigung und z.B. gewisse medizinische Funktionen hätte, dass ich es aber zwischen dem Salat, den Erdbeeren usw. halt nicht gebrauchen könne. (Mit dem Schachtelhalm, den wir im Garten unser eigen nennen, könnte ich bestimmt eine ganze Saison Blasenentzündungen versorgen.)

„Mama, kann ich eine Wassermelone?“ „Ja gleich, wenn wir fertig sind.“ „Wann ist gleich?“ „Uff. Wenn ich dieses Beet von Unkraut freigemacht habe, können wir eine Pause machen!“ „Mammaa.. wenn ich Dir helfe, geht es dann schneller mit der Wassermelone?“ (Kind 2 hat den Dreh raus.) „Ja auf jeden Fall.“ Kind 2 rupft und rupft. Und erklärt mir nebenbei, dass eine Gartenschere ja eine tolle Erfindung sei und dass es früher wohl viel mehr Erfinder gegeben haben müsse als heute, wenn die so tolle Sachen erfunden hätten, wie die Scheren. Außerdem fragt es, wie lange es wohl schon Scheren gebe und wieviele Erfinder es heute noch gebe und äußert in einem Atemzug, dass es ja um mir zu helfen, jetzt mit seinen hellen Sandalen einmal!  „aber echt nur einmal!“ auf die dreckige Erde treten müsse, denn sonst ginge es ja nicht mit dem Unkrautziehen. Während sich Kind2 über Melde, Löwenzahn und Springkraut hermacht, gelingt es mir, in den Monolog aus kindlichen Fragen und Antworten, Feststellungen und Bemerkungen ab und zu ein gegrumpftes „Mmh“ und  „Jaha“ und „Meinst du?“ und „Glei-heich“ einfließen zu lassen.

So nun klopft sich Kind2 begeistert auf die Knie und zeigt mir einen Flecken von ca. 30 x 30 cm, den es von Unkraut befreit hat. „Guck mal, Mama. Nun hab ich Dir aber toll geholfen.“ und es lobt mich auch „Du bist aber auch schnell fertig geworden mit dem ganzen Beet.“ Ich bin stolz wie Oskar über dieses Lob.😉 „Mama, heute wird doch nicht mehr soviel erfunden wie früher oder? Ist ja auch gar nicht gut, wenn man soviel Neues erfindet!“ „Warum?“ „Naja, dann gehen doch die Pflanzen kaputt.“ „??????“

Kind2 kratzt sich am Kopf. „Naja, xy hat das behauptet.“ (XY ist ein Kind, das Riesenrespekt bei Kind2 hervorruft und dessen Ansichten darum aufgesogen werden wie ein Schwamm und häufig nur schwer zu entkräften sind.)

Am Ende gelingt es mir, Kind2 zu beruhigen, während ich trotzdem noch kurz darüber nachdenke, ob es wohl wirklich heutzutage weniger Erfindungen gibt als früher, ob manche Erfindungen Pflanzen kaputtmachen und ob nicht diese ganze Fragerei beim Unkrautjäten mich wissenschaftlich schwer an meine Grenzen führt. Und ich hatte irgendwann mal gedacht, Unkrautziehen wäre eine sinnbefreite und geistig anspruchslose Arbeit. Denkste!

 

 


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Samstag abend: Kind 2 will unbedingt am nächsten Morgen schwimmen gehen.

Ich: „Wenn Du mich morgen früh nicht schon zum Sonnenaufgang wachmachst,

verspreche ich Dir, dass wir schwimmen gehen.“

Kind 2 begeistert im Laufschrift zu Kind 1:

„Hey, wir müssen die Mama morgen verschlafen lassen, dann geht sie mit uns ins Hallenbad.“

 

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